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Kabel07. Juli 20265 Min. Lesezeit

USB-C Kabel für den Monitor: Das muss vor dem Kauf zwingend beachtet werden

Wer seinen Laptop mit nur einem einzigen Kabel an einen modernen Monitor anschließen möchte, greift heutzutage fast immer zu USB-C. Die Theorie klingt fantastisch: Ein einziges Kabel überträgt das Videosignal, verbindet die USB-Anschlüsse des Monitors mit dem Laptop und lädt diesen zeitgleich auf. Doch in der Praxis erleben viele Käufer eine Enttäuschung, wenn der Monitor schwarz bleibt oder das Notebook nicht geladen wird. Das Problem: Äußerlich sehen sich alle USB-C Kabel zum Verwechseln ähnlich, doch die inneren Spezifikationen unterscheiden sich drastisch.

Was ist der DisplayPort Alt Mode?

Die wichtigste Voraussetzung für die Übertragung von Videosignalen über USB-C is der sogenannte DisplayPort Alternate Mode (DP Alt Mode). Dieses Protokoll ermöglicht es, die internen Hochgeschwindigkeitsleitungen des USB-C Kabels direkt zur Übertragung von nativen DisplayPort-Videosignalen zu nutzen. Viele billige USB-C Kabel, die Smartphones beiliegen, sind reine Ladekabel. Sie unterstützen intern lediglich das veraltete USB 2.0 Protokoll. Diese Kabel besitzen gar nicht die physischen Leitungen, die für Videosignale benötigt werden, und können somit kein Bild auf den Monitor übertragen.

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Datenübertragungsraten und Videoqualität

Für eine reibungslose 4K-Auflösung bei 60 Hz oder gar 120 Hz ist eine enorme Bandbreite erforderlich. Während ein reines USB 2.0 Ladekabel nur magere 480 Mbps überträgt, erfordern Monitore Kabel mit Geschwindigkeiten von 10 Gbps (USB 3.2 Gen 2) oder 40 Gbps (USB4). Ein hochwertiges Datenkabel sorgt dafür, dass Bildstörungen, Flimmern oder Aussetzer auf dem Monitor der Vergangenheit angehören.

Achten Sie beim Kauf genau auf die Spezifikationen: Suchen Sie nach Bezeichnungen wie "USB 3.2 Gen 2", "USB4" oder "DP Alt Mode Kompatibilität", um böse Überraschungen beim Anschließen zu vermeiden.

Power Delivery: Strom in beide Richtungen

Ein unschlagbarer Vorteil der Monitor-Verbindung über USB-C ist das zeitgleiche Laden des Laptops (USB Power Delivery). Der Monitor fungiert hierbei als aktives Netzteil. Damit dies funktioniert, muss das angeschlossene Kabel für hohe Stromstärken ausgelegt sein. Standardkabel unterstützen meist nur bis zu 60W, während speziell zertifizierte E-Mark-Kabel Ströme bis zu 100W oder sogar 240W bewältigen können, was besonders für leistungsstarke Workstations unerlässlich ist.

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